Maske Faschingslexikon Maske
  • APPLAUS:
Gleichmäßiges Zusammenschlagen der Pranken - wird bevorzugt von stark angetrunkenen Sitzungsteilnehmern/innen ausgeführt, um die meist durchgeknallten Bühnenanimateure zu weiteren Höchstleistungen anzutreiben - die Wirkung ist meist sogar erfolgreich.

  • BÜTTENREDNER:
Verblödeter Profilneurotiker, der jedes Mal uralte Witze in veränderter Form dem meist an fortgeschrittener Alzheimer leidenden Sitzungspublikum vorträgt, das darüber auch immer wieder lacht.

  • ELFERRAT:
Eine Zusammenrottung von 11 Pantoffelhelden - die jede Gelegenheit benutzen, durch anberaumte Sitzungstermine ihren meist dominanten Ehefrauen zu entgehen ! Bedingung für eine Teilnahme im Elferrat: absolute Trinkfestigkeit !

  • FUNKENMARIECHEN:
als Tanzdarbietung getarnte Aufgeilmöglichkeit für sabbernde Päderasten. Blutjunge Mädchen präsentieren Bein und Schlüpfer zu flotter Marschmusik. In kinderarmen Regionen häufig ersetzt durch überbreite Hausfrauen mit Plockwurststelzen in Satin-Pelle.

  • GOTTLIEB WENDEHALS:
tragische Figur aus der griechischen Mythologie, in karierter Jacke mit Bratenfett im Haar, der für die Erfindung der Polonäse Blankenese von den Göttern dazu verflucht wurde, bis ans Ende aller Tage auf dem Boden herumzurutschen und doofe Lieder zu johlen, die niemand hören möchte. Eng befreundet mit einem Gummihuhn.

  • KARNEVALSPRINZ:
Vollidiot, der aus einer geschlossenen Abteilung entflohen ist und auf allen Veranstaltungen in Strumpfhosen herumrennt, sich dauernd betrinken muß und am Ende alles auch noch bezahlt. Darf meistens nach der Session zurück in die Zwangsjacke !

  • KONFETTI:
bunte Jeckengehirn-Nachbildung in Originalgröße. (Querverweis 'Gehirn: rudimentär entwickeltes Restorgan im Schädel, ungefähr 15 cm über der Bier-Einfüllöffnung. Funktion unbekannt.')

  • PRINZENGARDE:
Frustrierter Männerbund von gescheiterten Existenzen, die den Sprung in den Elferrat nicht geschafft haben. Die Prinzengarde zeichnet sich in jeder Session besonders durch gelangweiltes Herumstehen auf der Bühne, Bewegungsarmut und völlige Desorientierung aus.

  • RIO DE JANEIRO:
zauberhafter Ort aus der Sagenwelt, an dem nach der Vorstellung lüsterner Abteilungsleiter das ganze Jahr über nackte Exotinnen durch die Fußgängerzone tanzen, die vom Sex mit dicken Touristen träumen.

  • SCHUNKELN:
Tätigkeit. Arhythmisches Hin- und Hergeruckel nebeneinandersitzender Gummizellenbewohner (siehe auch 'Rinderwahnsinn'): Erinnert an ein Altenheim zur Mittagszeit, in dem 80% der Patienten der Katheter geplatzt ist.

  • TUSCH:
akustische Aufforderung zu künstlichem Gelächter und Zwangsapplaus. Markiert die Stelle im Text, wo eine Pointe hätte sein können.

  • ZOTE:
(siehe auch 'Versauter Witz') schmieriger Scherz aus dem Uro-Genitalbereich, bevorzugt vorgetragen von besoffenen Messegästen oder verklemmten Spießbürgern, die sich nicht trauen, laut das Wort 'ficken' auszusprechen und deshalb ihre Umwelt mit schlüpfrigen Zweideutigkeit belästigen.



danke Kathrin Sumpf
www.fotosumpf.de